Wie oft putzen?

Niklas Schad | Lesedauer: 6 Minuten | 09.09.2022

Bei der Beantwortung der Frage kommt es auf zahlreiche Faktoren an, wie zum Beispiel auf die Anzahl und Art der Hausbewohner. Wie oft Sie putzen müssen, können wir Ihnen also nur bedingt sagen, denn Putzen ist immer auch eine Sache der persönlichen Empfindung.

Unser Ratgeber verhilft Ihnen dennoch zu einer sauberen Lösung, die Ihnen verrät, welche Gegenstände Sie wie oft putzen müssen.

Wie oft putzen?

Was, wie oft putzen?

Wenn Ihr Haushalt nicht täglich in massenhaft Staub oder Tierhaaren untergeht, kann es im Prinzip ausreichend sein, wenn Sie erst einmal nur saugen und die Feuchträume putzen. Saugen, Waschbecken putzen, Armaturen polieren, Toilette putzen, dann in der Küche Wasser abwischen, Anrichte säubern, Tisch abputzen. Alles einmal durchsaugen und die grobe tägliche Grundreinigung ist zumindest fertig.

Was Sie nicht täglich putzen müssen, sind sicherlich Schränke und deren Innenräume, Tische (außer Küche), auch müssen Sie nicht täglich die Fenster putzen. Auch müssen Sie beim täglichen Putzen nicht immer die gesamte Wohnung wischen, das reicht auch in längeren Intervallen in der Woche. Zur besseren Übersicht haben wir Ihnen das mal übersichtlich zusammengefasst:

Sofort putzen:

  • Verschüttete Flüssigkeiten

  • Fettspritzer rund um den Herd

  • Wasserflecken an und in Duschen

  • Schmutzwasser an der Spüle

Täglich putzen:

  • Geschirr spülen/in die Spülmaschine räumen, ggf. vorspülen

  • Küche: Arbeitsplatte und Tisch täglich (je nach Nutzungsgrad mehrmals) abwischen

  • Staubsaugen, vor allem wenn haarende Tiere im Haushalt leben

  • Müll und Reste in den Müll räumen, aufräumen und einmal täglich richtig lüften

Wöchentlich putzen:

  • Gründlich das komplette Bad reinigen

  • Fensterbretter abwischen

  • Türen und Klinken abwischen

  • Staub wischen

  • Gründlich saugen, diesmal auch in allen Ecken und unter den Schränken

  • Bettwäsche wechseln

  • Wäsche waschen

Monatlich, das "Großreinemachen":

  • Fenster putzen

  • Wandfliesen abwischen

  • Heizungen putzen

  • Schränke und Schubladen leeren und von innen säubern

  • Kühlschrank leeren und innen putzen

  • Backofen auswischen

  • Spiegel putzen

Jährlich putzen

  • Teppichreinigung

  • Möbel- und Polsterreinigung

  • Holzmöbel polieren

  • Gefrier- und Kühlgeräte abtauen

  • Gardinen waschen

  • Briefkasten putzen

Welche Putzutensilien benötige ich?

Basierend auf unserem allgemein ziemlich gültigen Putzplan können Sie Ihren Haushalt putzen. Aber welche Putzutensilien brauchen wir eigentlich, um all diese Putzarbeiten nicht nur zum richtigen Zeitpunkt, sondern auch auf die richtige Weise durchzuführen? Wir sagen Ihnen, was Sie brauchen:

  • Putzschwamm oder Schwammtuchfür Toiletten, Duschen, Waschbecken und Fliesen

  • Mikrofasertuch für Armaturen

  • Leder für Spiegel, Scheiben und Fenster

  • Geschirr- oder Trockentücher

  • Eimer

  • Wischmopp

  • Staubsauger

  • Staubwedel

  • Handfeger und Kehrblech

  • Interessante "Helferlein" zum Putzen:

  • Haushaltstücher

  • Trittleiter

  • Wäschesammler

Welche Mittel zum Putzen?

Jetzt kennen wir die Utensilien zum Putzen, aber die sind natürlich höchstens halb so effektiv, wenn wir sie mit den falschen Putzmitteln verwenden. Wir stellen die gängigsten Putzmittel vor und sagen, wofür man sie am besten gebrauchen kann:

Universalreiniger:
Der Universalreiniger kann universal, also praktisch überall angewendet werden, außer für Holz. Das putzen Sie besser mit einem Spezialreiniger. Doch viele Hausfrauen setzen auch spezialisierte Reinigungsmittel.

Scheuermilch:
Sie ist ideal für hartnäckige Verschmutzungen im Bereich Badezimmer. Aber auch in der Küche, wie zum Beispiel angebrannte Fette rund um das Kochfeld, eignet sich Scheuermilch. Die Scheuermilch wird aufgetragen und zieht dann etwas ein. Danach wird sie mit einem rauen Putzutensil (z.B. Stahlwolle) abgetragen. Spülmittel ist gut für Geschirr und auch für die Oberflächen geeignet. Nur auf Schlieren achten.

Toiletten-Reiniger:
Ebenfalls hartnäckig können Verschmutzungen im Bereich WC werden. Hier helfen aggressivere WC-Reiniger, um die Innenseite der Toilette sauber zu bekommen. Achten Sie darauf, das Bad gut zu lüften, da manche dieser WC-Reiniger unangenehme Dämpfe entwickeln können, die Sie nicht unbedingt einatmen sollten.

Essigreiniger:
Essigreiniger ist vor allem für die Feuchträume ein probates Mittel, um Wasser- und Kalkflecken zu entfernen. Dazu etwas einwirken lassen und am besten nicht zu kräftig schrubben, um Kratzer zu verhindern. 

Welche Reinigungsmittel brauche ich nicht?

Wenn Sie sich mit diesem Grundinventar an Putzmitteln ausrüsten, können Sie eigentlich jeden oberflächlichen Schmutz im Haushalt beseitigen. Damit ergibt sich dann auch zugleich eine gewisse Ausschlussliste an Putzmitteln, auf die Sie verzichten können.

  • Glasreiniger

  • Backofenreiniger

  • Badreiniger

  • Edelstahlreiniger

  • Kochfeldreiniger

Alle diese Putzmittel sind im Prinzip Zusammensetzungen aus anderen Putzmitteln, die Sie mit unserer eben genannten Liste ohnehin schon haben. Sie sind teilweise extrem aggressiv, umweltbelastend. Ihre Wirkung ist mit längerer Einwirkzeit, bzw. mit einem geringfügig größeren Arbeitsaufwand beim Putzen ebenfalls zu erreichen.

Muss ein Zuhause "keimfrei" sein?

Keimfrei bezieht sich auf die vollkommene Freiheit eines Raumes von Mikroorganismen (also Bakterien oder Pilzsporen). Dies sowohl auf Toiletten oder Arbeitsplatten, als auch in der gesamten Raumluft. Diese können wir aber nicht mal durch gründliches Putzen wegbekommen, müssen wir aber auch nicht. Durch gutes Putzen müssen wir lediglich dafür sorgen, dass sich diese teilweise schädlichen Organismen nicht zu lange auf unseren Oberflächen, Waschstellen oder sonstigen Einrichtungsgegenständen ablagern. Trotzdem gibt es Putzmittel, die Keimfreiheit versprechen, jedoch ist dieses keimfrei nicht gleich komplettes keimfrei.

Womit macht man die Wohnung keimfrei und ist das überhaupt gut?

Putzmittel zum Entkeimen gibt es viele, doch sind Sie nach Expertenmeinungen nur wenig empfehlenswert. Das liegt einerseits an ihrer mitunter aggressiven Zusammensetzung verschiedener "chemischer Keulen". Andererseits erreichen Sie auch einen guten Entkeimungseffekt durch sorgfältiges Putzen. Keime befinden sich hauptsächlich in der Luft, Sie putzen nur die, die sich bereits niedergelassen haben. Nachschub an Keimen ist also immer schon unterwegs.

Es ist wie beim Zähneputzen: Sie putzen immer nur die aktuelle Bakterienschicht weg, gleich danach lagert sich die neue an. Schädlich wird es auch in der Mundhöhle nur, wenn Sie das Putzen schleifen lassen. Diese Parallele zum Putzen im Haushalt lässt sich auf jeden Fall ziehen.

Dazu kommt, dass unsere Körper überhaupt nicht empfindlich gegen die normale Konzentration von Keimen im Haushalt sind. Ganz im Gegenteil: Ein keimfreies Leben ist gar nicht gut für uns. Besonders Kinder macht eine stets keimfreie Umgebung empfindlich und krankheitsanfälliger. Keimfreies Putzen ist also unnötiges, übermäßiges Putzen und eher kontraproduktiv.

Neues Jahr, neues Putzen - der Frühjahrsputz

Der Frühjahrsputz ist ein Klassiker, der noch immer absolut seine Daseinsberechtigung hat. Denn im Frühjahr lichtet sich die Schneedecke des Winters. Die Sonne kommt und deckt alles auf, was wir in den vergangenen Monaten beim Putzen vielleicht etwas vernachlässigt haben. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, mit einem gründlichen Putz zu beginnen. Dieser beinhaltet auch die langfristigen sowie jährlichen Putzarbeiten. Also den Kühlschrank mal abzutauen und zu putzen, die Regale frei zu räumen, die Schränke zu leeren, Teppiche zu reinigen, Polstermöbel zu pflegen oder die Gardinen zu waschen.

Checkliste Frühjahrsputz

Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihren Frühjahrsputz angehen, wie und womit Sie am besten vorgehen. Ebenfalls, wie Sie das Wohnen in den darauffolgenden Monaten noch schöner machen können:

  • Überblick verschaffen

  • Alle wichtigen Putzmittel und -Utensilien bereit legen

  • Backofen reinigen

  • Mikrowelle putzen

  • Kühlschrank leeren und reinigen

  • Kaffeemaschine und Wasserkocher entkalken

  • Grundreinigung im Bad

  • Alle Ecken saugen und wischen

  • Überall unter Schränken, Teppichen und Co wischen und saugen

  • Treppen, Geländer und Handläufe putzen

  • Fenster putzen

  • Teppichreinigung

  • Möbel reinigen

  • Holzböden wachsen

  • Bettwäsche reinigen

  • Länger eingelagerte Sommer-Wäsche waschen

  • Matratzen absaugen

  • Im Kinderzimmer alles sorgfältig sortieren (am besten mit dem Kind zusammen aufräumen)

  • Im Büro: Elektrogeräte reinigen, nur leicht feuchte Tücher benutzen

  • Terrasse säubern

  • Garten fit für den Frühling machen

  • Dekorieren

  • Altkleider entsorgen

  • Auto waschen

Klingt nach einer Menge Arbeit, aber der Frühjahrsputz kann auch Spaß machen. Lassen Sie sich voll drauf ein: ein gutes Frühstück, die Lieblingsmusik. Wir versprechen Ihnen, Sie werden sich danach viel wohler fühlen in Ihren eigenen vier Wänden.

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